Donnerstag, 1. September 2011

„Shitstorm“ – der Social-Media Pranger

Der Schweizer Outdoorartikelhersteller Mammut sah sich heftiger Kritik seiner Fan-Gemeinschaft auf Facebook ausgesetzt. Diese war sichtlich verärgert über dessen Engagement als Befürworter der CO2-Liste (http://www.co2.ch/) – die Kampagne des Gewerbeverbands economiesuisse GEGEN die neue gesetzlichen Vorschriften zur Reduktion des CO2-Auststosses. Innert wenigen Stunden verwandelte sich Mammuts Facebook Fansite zur digitalen Klagemauer. Ausschlaggebend für die harschen Reaktionen war die Unverträglichkeit der Nennung auf der CO2-Liste mit Mammuts Markenversprechen, sich einer ganzheitlich nachhaltigen Entwicklung der Umwelt zu verpflichten. Mammut reagierte richtig, darin sind sich Social-Media Experten einig. Das Unternehmen gab dem Druck nach, gestand Fehler ein und veranlasste die Streichung von der CO2-Liste. Die professionelle und authentische Reaktion verhinderte einen Reputationsschaden, wertet das Image sogar noch auf. Darüber herrscht ebenfalls Einigkeit bei den Social-Media Experten. Fachleute bezeichnen die Social-Media Fieberkurve als volatiler als jene der klassischen Medien. Reaktionen sind impulsiver und dynamischer, so schnell wie sie empor stiegen, können sie auch wieder verschwinden und können schwerwiegende Folgen mit sich ziehen. Anders als Mammut reagierte Sunrise. Das Telekommunikationsunternehmen ist ebenfalls als Befürworter der CO2-Liste aufgeführt und erntete dazu einige kritische Nennungen auf ihrer Facebook Fansite. Sie sahen sich jedoch bis jetzt nicht gezwungen, ihre Position zu überdenken und unterstützten die Kampagne weiterhin. Hier gibt’s mehr Informationen.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen